Solarmarkise Grundschule Berchum-Garenfeld
Übertragung
Nach einer Nutzungszeit von 22 Jahren wurde im Dezember 2024 die Solarmarkise im Zuge des Neubaus eines zusätzlichen Schulgebäudes auf die Stadt Hagen übertragen. Damit wird der Stadt Hagen ermögicht, auf dem Dach des Neubaus uneingeschränkt eine leistungsfähigere Photovoltaikanlage betreiben zu können. Die Solarmarkise wird weiterhin zur Verschattung der Klassenräume genutzt.
Historie
Am 18.12.2002 wurden die Solarmarkisen an der Grundschule Berchum-Garenfeld in Betrieb genommen. Es handelt sich hierbei um semitransparente Dünnschichtmodule.
Mit diesem Projekt wurden gleich zwei Ziele verfolgt:
Erstes Ziel war es, künftigen Generationen frühzeitig die Möglichkeiten solarer Stromgewinnung zu demonstrieren. In der Pausenhalle wurden zudem eine kindgerechte Anzeige angebracht, damit die Kinder sehen und verstehen können, wie viel Strom die Anlage gerade produziert.
Als zweites Ziel sollte das Hitzeproblem der voll nach Süden ausgerichteten Klassenzimmer gemildert werden: d.h. eine gezielte Beschattung der Fensterflächen des Schulgebäudes aus den 60er Jahren. Ein von der Schule beantragter Sonnenschutz wurde von der Stadt Hagen wegen fehlender Mittel abgelehnt. Da die Lernbedingungen erheblich beeinträchtigt waren, hat die Berchumer Solarinitiative BINSE e.V. in Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium das Projekt auf den Weg gebracht. Die Anlage wurde im Jahre 2002 in Betrieb genommen.
Wegen der vorbildlichen Gebäudeintegration wurde diese Anlage im Dezember 2002 vom Bauminister des Landes NRW ausgezeichnet.
Technische Daten:
Fläche: 45 m²
Ausrichtung: Süd-Südost
Neigung: 30 Grad
Leistung: 2,052 kW peak
Ertrag: ca 1.500 kWh/Jahr
Anzahl Module: 76
Modulart: semitransparente Glas-Glas Dünnschichttechnologie
Hersteller: RWE ASITHRU
Einspeisung: ins Netz der Mark-E
Inbetriebnahme: 18. Dezember 2002
Finanzierung: Fördermittel des Landes (REN-Programm), der Mark-E, Bezirksvertretung Hohenlimburg, Lokale Agenda 21 Hagen; Sparkasse Hagen; Privatspenden sowie Eigenleistungen bei der Planung und Montage der Anlage; Kredit aus dem 100.000-Dächer-Programm der KfW