Solarbundesliga

Berchum in der Solarbundesliga

In der Solarbundesliga wetteifern deutsche Kommunen darum, wer am meisten Solarstrom- und Solarwärmeanlagen pro Einwohner installiert hat. Für jeweils ein Watt Solarstromleistung und für einen Quadratdezimeter Kollektorfläche (Größe eines Bierdeckels) pro Einwohner gibt es einen Punkt. Die beiden Daten werden addiert. Der Wettbewerb wird von der Zeitschrift Solarthemen und der Deutschen Umwelthilfe organisiert. Derzeit nehmen über 2.400 Gemeinden und Stadtteile teil. Für Hagen-Berchum meldet die Berchumer Initiative für Solare Energien als weit über die Grenzen Hagens bekanntes Solardorf die Anlagenleistungen.

Gespielt wird wie beim Fußball in regionalen oder landesweiten Ligen. Das Solardorf Berchum ist seit 2003 in der Ortsteilliga vertreten und hat für die diesjährige Ausscheidung 850 Kilowatt Solarstromleistung und 520 qm Kollektorfläche für thermische Kollektoren gemeldet. Dies entspricht 565 Watt Solarstrom pro Einwohner und 0,35 qm Kollektorfläche, ein Zuwachs von 15% gegenüber dem Vorjahr und eine Verdoppelung seit 2009, beim Solarstrom sogar eine Verdreifachung.

Damit liegt Berchum unangefochten an 1. Stelle in der Region. „Mein herzlicher Dank gilt allen Mitbürgern und Mitbürgerinnen in Berchum und Tiefendorf, die zu diesem schönen Ergebnis beigetragen haben“, sagt Dr. Helmuth Küffner, der die Daten für die Solarinitiative BINSE zusammenstellt. „Damit wird die lokale Energiewende ein Stück vorangebracht und viele Tonnen CO2 vermieden“ (gegenüber Strom aus Kohlekraftwerken und Wärme aus Heizöl). Allein in diesem Jahr wurden schon wieder 6 neue Anlagen in Betrieb genommen.

Wie geht es weiter? Erste Batteriespeicher und Elektromobile sind in Berchum schon in Betrieb. Es liegt also nicht an den Berchumern, wenn landauf/landab Stromnetze verstärkt werden, denn jedes Haus, das über einen Stromanschluss und ein Dach verfügt, kann auch Strom erzeugen und selbst verbrauchen bzw. für die Nacht speichern. Einige BINSE-Mitglieder haben ihren Stromverbrauch dadurch schon um die Hälfte gesenkt. „Nur wer investiert kann sparen“ ist unsere Überzeugung.

Dazu brauchen wir auch weiter die Unterstützung aller Berchumer/innen. Jeder 3. Berchumer Haushalt nutzt bereits eine Form der Solarenergie. Damit werden letztlich auch die Stromnetze entlastet, denn wir erzeugen den Strom dort, wo er auch wieder verbraucht wird. BINSE ruft andere Hagener Stadtteile auf, im sportlichen Wettbewerb gegen den Stadtteil Berchum anzutreten.

Urkunde 2015

Urkunde 2014

Übergabe der Urkunde 2014 , links Herr Dr. Helmuth Küffner (Binse e.V.), rechts Herr Andreas Witt (Organisator der Solarbundesliga).

Urkunde 2013